Koope­ra­ti­ons­pro­jekt mit der Stern­war­te Nean­d­er­hö­he: Wor­aus bestehen Ster­ne?  Ant­wort: Sternenspektroskopie! 

10 Schü­ler und Schü­le­rin­nen der 10. Jahr­gangs­stu­fe hat­ten in der letz­ten Woche vor den Feri­en die Mög­lich­keit, selbst prak­tisch an eini­gen der gro­ßen Fra­gen der Wis­sen­schaft zu forschen: 

  • Wor­aus besteht unse­re Son­ne? Wie heiß ist es dort eigentlich? 
  • Sind alle ande­ren Ster­ne auch wie unse­re Sonne? 
  • Bewe­gen sich die Ster­ne und wenn ja wie schnell? Wie groß ist das Universum? 
  • … und: kön­nen wir woan­ders Spu­ren von Leben entdecken? 

Da die ein­zi­ge Infor­ma­ti­on, die uns die Ster­ne geben, ihr jeweils win­zi­ger Licht­punkt ist, nutz­ten wir moder­ne Spek­tro­me­ter, um das aus­ge­sen­de­te Licht in sei­ne Bestand­tei­le zu zer­le­gen. Die­ses Spek­trum wer­te­ten wir in Zwei­er-Teams mit einer Ama­teur-Soft­ware aus, so dass wir die mei­sten der obi­gen Fra­gen beant­wor­ten konnten! 

Bei­spiel:  

  • Stern Castor im Stern­bild Zwil­ling (Mehr­fach­stern­sy­stem mit min­de­stens 6 Sternen) 
  • Spek­tral­klas­se A1V, Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur 10.200°C  (zum Ver­gleich Son­ne: 5500°C) 
  • Besteht Haupt­säch­lich aus Wasserstoff 
  • Ent­fernt sich weg von der Erde (Ent­fer­nung: 51 Lichtjahre) 

Span­nend war zu erken­nen, dass die Viel­falt der Ster­ne am Him­mel ein­fach rie­sig ist und sie sich viel­fach immens von unse­rer Son­ne unter­schei­den. Das wur­de uns im Pla­ne­ta­ri­um durch Fil­me und Vor­trag zum aktu­el­len Stand des Wis­sens noch mal deut­lich klarer. 

Bezüg­lich der letz­ten Fra­ge zu „gibt es Leben außer­halb der Erde“ konn­ten wir aller­dings kei­ne Bele­ge in unse­ren Aus­wer­tun­gen erken­nen, obwohl die aktu­el­le Spek­tro­sko­pie-For­schung mit ihren Welt­raum­mis­sio­nen hier gera­de auch im Begriff ist, Fort­schrit­te zu erzielen. 

In Sum­me: Wir hat­ten viel Spaß und unglaub­lich, was aus den klei­nen Licht­punk­ten an Infor­ma­ti­on her­aus­zu­ho­len ist und wie dies unser Wis­sen über das Uni­ver­sum nach vor­ne treibt! 

Vie­len Dank an M. Kolb und sein Spek­tro­gra­phie-Team von der Stern­war­te für die­sen tie­fen Ein­blick! Toll, dass wir Gerä­te und Ein­rich­tun­gen nut­zen durften😊! 

PS: bei Inter­es­se am The­ma bit­te Herrn Wie­mann oder jeden ande­ren Phy­sik-Leh­rer ansprechen!