Unser Trai­nings­raum

In die­sem Bei­trag stellt Hei­ke Mar­tin — unse­re sozi­al­päd­ago­gi­sche Fach­kraft — das Kon­zept unse­res Trai­nings­raums aus­führ­lich für Sie bzw. euch vor.

An unse­rer Schu­le gibt es einen „Trai­nings­raum“, den ich Ihnen/euch hier ger­ne vor­stel­len möch­te. Nein… das hat nichts mit Sport zu tun… trai­nie­ren tun wir aber schon…

In unse­rer Schu­le als Ganz­tags­gym­na­si­um ver­bringt ihr als Schü­ler eine Men­ge Zeit. Wir wol­len, dass ihr euch alle wohl fühlt und Lern­er­fol­ge erzie­len könnt. Dazu ist es not­wen­dig, dass sich alle Betei­lig­ten an fes­te Ver­ein­ba­run­gen, Regeln und Ver­bo­te hal­ten, damit die Rech­te aller gewahrt wer­den kön­nen. Häu­fig ist es euch gar nicht bewusst, wel­chen gro­ßen Anteil ihr an einem kon­zen­trier­ten Unter­richt und damit an einem gelun­ge­nen Schul­all­tag habt. Wenn ihr gegen Regeln ver­stoßt, geschieht dies meist nicht aus böser Absicht, son­dern eher unbe­wusst und aus Gedan­ken­lo­sig­keit. Dafür haben wir unser Trai­nings­raum-Kon­zept entwickelt:

Der Ablauf in der Klasse:

1. Stö­rung – Fra­ge: Was tust du gera­de? Möch­test du in den Trai­nings­raum oder im Klas­sen­raum blei­ben? Name steht an der Tafel

2. Stö­rung – Du hast dich für den Trai­nings­raum ent­schie­den und ver­lässt mit dem „Lauf­zet­tel“ den Klas­sen­raum und kommst zu mir in den Trainingsraum.

Die Arbeit im Trainingsraum: 

Im Trai­nings­raum möch­te ich mit euch die Situa­ti­on im Klas­sen­raum auf­ar­bei­ten und euch dazu anlei­ten, über euer Ver­hal­ten nach­zu­den­ken. Dabei erar­bei­ten wir gemein­sam einen Plan, der z.B. fol­gen­de Fra­gen enthält:

  • Wofür erhielt ich die ers­te Ermahnung?
  • Wie war die Situa­ti­on, als ich das 2. Mal auf­ge­fal­len bin?
  • Was habe ich getan? Wel­che Regel konn­te ich nicht einhalten?

Da ich eine „neu­tra­le Per­son“ bin, habt ihr bei mir die Mög­lich­keit, die Situa­ti­on aus eurer Sicht zu schil­dern. Dabei dürft ich unter Umstän­den „Dampf ablas­sen“ und euch mit mir ver­trau­lich bespre­chen, da ich der Schwei­ge­pflicht unter­lie­ge. Der Trai­nings­raum soll aus­drück­lich kei­ne Stra­fe, son­dern ein Hilfs­an­ge­bot sein, um für jeden ein ange­neh­mes Lern­kli­ma zu erreichen!

Vor der nächs­ten Unter­richts­stun­de fin­det mit dem Plan ein Gespräch zwi­schen euch und dem Leh­rer bzw. der Leh­re­rin statt.

Über euren Auf­ent­halt im Trai­nings­raum wer­den eure Eltern im Anschluss per Mail infor­miert. Nach drei Auf­ent­hal­ten gibt es ein Gespräch mit der Klas­sen­leh­re­rin bzw. dem Klas­sen­leh­rer, euren Eltern und mir, um gemein­sam das wei­te­re Vor­ge­hen zu besprechen.

Wir wol­len durch das Trai­nings­raum-Kon­zept zu einer posi­ti­ven Lern­at­mo­sphä­re an unse­rer Schu­le bei­tra­gen, indem wir die­je­ni­gen von euch, denen es schwer fällt, auf­merk­sam zu blei­ben, ernst neh­men und gezielt för­dern. So könnt ihr ler­nen, euer eige­nes Ver­hal­ten wahr­zu­neh­men und den Ansprü­chen an eine kon­zen­trier­te Lern­si­tua­ti­on anzupassen.

Ihr könnt mich aber auch jeder­zeit „ein­fach so“ in mei­nem Raum 548 „besu­chen“. 

Ich freue mich auf euch!

Hei­ke Martin