Gedenk­ver­an­stal­tung und Rei­ni­gung des Stol­per­steins für Tomasz Brzostowicz

Erkraths Bür­ger­mei­ster Chri­stoph Schultz lud am 27. Janu­ar 2026 wie­der Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Gym­na­si­ums Hoch­dahl zur gemein­sa­men Rei­ni­gung des Stol­per­steins im Geden­ken an Tomasz Brzo­sto­wicz an der Seden­ta­ler Stra­ße ein. 

Nach einer Begrü­ßung und einer kur­zen Anspra­che rei­nig­ten Bür­ger­mei­ster und Rats­mit­glie­der ver­schie­de­ner Frak­tio­nen gemein­sam den Stol­per­stein in Hochdahl. 

Danach hiel­ten die Schü­le­rin­nen Jes­si­ka und Mala­keh aus dem Grund­kurs Geschich­te der Q1 einen Vortrag. 

In ihrem Vor­trag mach­ten die Schü­le­rin­nen außer­dem deut­lich, dass der Natio­nal­so­zia­lis­mus ein Unrechts­staat war, in dem Men­schen syste­ma­tisch aus­ge­grenzt und nach ihrer Her­kunft bewer­tet wur­den. Kriegs­ge­fan­ge­ne und Zwangs­ar­bei­ter aus Polen waren auch ras­si­sti­scher Dis­kri­mi­nie­rung, stren­gen Ver­bo­ten und extre­mer Gewalt aus­ge­setzt.

Am Bei­spiel von Tomasz Brzo­sto­wicz wur­de gezeigt, dass sein Tod nicht das Ergeb­nis eines fai­ren Gerichts­ver­fah­rens war, son­dern die Fol­ge einer unmensch­li­chen Ideo­lo­gie. Abschlie­ßend beton­ten die Schü­le­rin­nen, dass Erin­ne­rung wich­tig ist um aus der Geschich­te zu ler­nen: Aus­gren­zung, Hass und Gleich­gül­tig­keit dür­fen in unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft kei­nen Platz haben.

Zugleich zeig­ten sie, dass Stol­per­stei­ne dazu bei­tra­gen Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und das Erin­nern wach­zu­hal­ten, indem sie an die kon­kre­ten Schick­sa­le ein­zel­ner Men­schen erin­nern und ver­deut­li­chen wohin Aus­gren­zung, Hass und Ras­sis­mus füh­ren können.

Zum Abschluss folg­te das Able­gen einer wei­ßen Rose und ein Moment des Geden­kens und der Stille. 

Das Kon­zept der Stol­per­stei­ne und war­um sie eine gute Form des Geden­kens sind

Die Stol­per­stei­ne, ein Pro­jekt des Künst­lers Gun­ter Dem­nig, sind das welt­weit größ­te dezen­tra­le Denk­mal. Es geht dar­um, den Opfern des Natio­nal­so­zia­lis­mus wie­der einen Platz in unse­rer Gesell­schaft zu geben – direkt vor ihren letz­ten frei­wil­lig gewähl­ten Wohn­or­ten. Jede die­ser klei­nen Plat­ten erin­nert an eine kon­kre­te Per­son: einen Namen, ein Schick­sal, ein Leben, das durch den Ter­ror des NS-Regimes zer­stört wurde. 

Auf der Sei­te der Stadt Erkrath fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu allen Stol­per­stei­nen im Stadt­ge­biet und dem Schick­sal von Tomasz Brzostowicz:

https://www.erkrath.de/kultur-freizeit/tourismus/sehenswuerdigkeiten/stolpersteine-denkmaeler-und-kunst/erinnerungskultur#

Ein Ver­zeich­nis aller Stol­per­stei­ne fin­den Sie auf der ver­link­ten Sei­te des WDR: 

https://stolpersteine.wdr.de/web/de/stolperstein/1201