Ver­an­stal­tung zur „Gaia-Mis­si­on“ der ESA im Planetarium

Eini­ge Schü­ler unse­rer Schu­le waren ein­ge­la­den zu der Ver­an­stal­tung des Pla­ne­ta­ri­ums über die Gaia-Mis­si­on, wel­che in den letz­ten Jah­ren unser Ver­ständ­nis über unse­re Milch­stra­sse und den Kos­mos revolutionierte.

Oskar und Noah nutz­ten anschlie­ssend die Gele­gen­heit zu einer detail­lier­te­ren Diskussion.

Einen gro­ssen Dank dem Team des Pla­ne­ta­ri­ums, wel­ches unse­ren Schü­lern immer wie­der Mög­lich­kei­ten zur Teil­nah­me an tol­len Ver­an­stal­tun­gen bietet!

Für die inter­es­sier­ten hier noch etwas mehr Infor­ma­tio­nen. Wer beim näch­sten Mal auch ger­ne dabei sein möch­te: mel­det Euch bei Eurem Phy­sik­leh­rer oder auch direkt bei Herrn Wiemann!

Hin­ter­grund: die Gaia-Mis­si­on der ESA

Die Gaia-Mis­si­on der Euro­päi­schen Welt­raum­or­ga­ni­sa­ti­on (ESA) star­te­te im Dezem­ber 2013 mit dem Ziel, unter ande­rem eine drei­di­men­sio­na­le Kar­te unse­rer Milch­stra­ße zu erstel­len. Nach über zehn Jah­ren bei­spiel­lo­ser Prä­zi­si­on stell­te das Gaia-Obser­va­to­ri­um am 15. Janu­ar 2025 sei­ne wis­sen­schaft­li­chen Mes­sun­gen ein und wur­de am 27. März 2025 außer Betrieb genom­men. Wäh­rend ihrer Lauf­zeit erfass­te die Mis­si­on die Posi­tio­nen, Bewe­gun­gen, Ent­fer­nun­gen sowie Hel­lig­kei­ten, Far­ben und Spek­tren von fast zwei Mil­li­ar­den Ster­nen und ande­ren Him­mels­ob­jek­ten durch ins­ge­samt über drei Bil­lio­nen Ein­zel­mes­sun­gen.
Die­se gewal­ti­ge und extrem prä­zi­se Daten­samm­lung revo­lu­tio­niert unser Ver­ständ­nis der Milch­stra­ße und des Kos­mos. Sie erlaubt tie­fe Ein­blicke in die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung unse­rer Gala­xis – von der Dyna­mik ein­zel­ner Ster­ne bis hin zur Gesamt­struk­tur. Der­zeit erschei­nen täg­lich etwa fünf wis­sen­schaft­li­che Ver­öf­fent­li­chun­gen auf Basis der Gaia-Daten. Jüngst sorg­te die Ent­deckung von Gaia BH3, eines stel­la­ren Schwar­zen Lochs mit rund 33 Son­nen­mas­sen in unse­rer Gala­xie, für gro­ßes Auf­se­hen.
Der Vor­trag stellt die Gaia-Mis­si­on, ihre Mess­ver­fah­ren und eini­ge beson­ders span­nen­de wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se im Detail vor. Zudem gibt er einen Aus­blick auf die noch bis zum Ende des Jahr­zehnts geplan­ten Daten­ver­öf­fent­li­chun­gen.
Prof. Ste­fan Jor­dan vom Astro­no­mi­schen Rechen-Insti­tut der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg ist seit 2004 an der Gaia-Mis­si­on betei­ligt. Der­zeit beschäf­tigt er sich vor allem mit der Ver­öf­fent­li­chung der Gaia-Daten, deren Auf­be­rei­tung in Daten­ban­ken sowie deren anschau­li­cher Visua­li­sie­rung. Zudem lei­tet er den Bereich Öffent­lich­keits­ar­beit im Gaia-Konsortium.