Schülerinnen und Schüler entwickeln in kleinen Teams funktionsfähige Instrumente (z. B. Fahrwerksanzeigen, Klappenhebel) für ein Airbus-A320-Homecockpit. Jedes Instrument wird mit einem Mikrokontroller (Arduino oder Raspberry Pi Pico) und der Software MobiFlight an den Microsoft Flight Simulator 2024 angebunden.

Dabei kommen moderne Maker-Werkzeuge zum Einsatz:
- 3D-Druck und CAD-Software für Gehäuse und Bauteile
- Lasercutter für Grundplatten und Panelcover
- Programmierung und Hardwaretests mit Arduino-Software
- Integration in MobiFlight sowie MSFS2024 und – natürlich – Testflüge im Simulator
So entsteht Stück für Stück ein vollständiges Homecockpit, das ohne Maus oder Tastatur bedient werden kann. Das Projekt ist Teil unserer schulischen Initiative zur Förderung digitaler Kompetenzen – hands-on, innovativ und zukunftsorientiert.
Wer arbeitet am Cockpit-Projekt?
Mitmachen können verschiedene Lerngruppen:
- im Informatikunterricht (WP II, Jahrgang 9 und 10) mit Schwerpunkt Mikrokontrollerprogrammierung
- in einer geplanten Mikrokontroller- und Cockpit-AG ab dem Schuljahr 2026/27
- im Rahmen von Projektwochen, in denen einfache Instrumente gemeinsam gebaut werden
Neben technischem Wissen lernen die Teilnehmenden auch Projektmethoden wie Kanban-Boards und kurze Stand-up-Meetings kennen. Teamarbeit, Problemlösung und Kreativität stehen dabei im Vordergrund.
Ausstattung und nächste Schritte
Komplexe Instrumente wie Autopilot (FCU), EFIS oder MCDU sind als Fertigmodule vorhanden bzw. geplant. Für die Throttle Unit (Schubhebel) soll ein marktfertiges Bauteil angeschafft werden. Monitore übernehmen die Anzeige von Fluginformationen. Als PC dient aktuell ein leistungsfähiger privater Rechner mit i7-14000 CPU und NVIDIA 4060-Grafikkarte.
Für die Außensicht kommen drei Beamer zum Einsatz. Damit diese Beamer ein durchgängiges 180 Grad Bild liefern, haben wir eine Lizenz der Software Immersive Display PRO von fly.elise-ng.net direkt vom Hersteller bekommen.
Rückschläge und neue Chancen
Leider wurde das im Aufbau befindliche Cockpit beim Schulbrand vollständig zerstört – inklusive Mikrokontrollern, Servos und LEDs. Erhalten blieben lediglich privat gelagerte Teile wie spezielle Schalterplatinen („Korrys“) sowie die Beamer für die Projektion.
Darum suchen wir Sponsoren, die uns beim Wiederaufbau mit Bauteilen, Holzarbeiten oder finanzieller Unterstützung helfen. Die nächsten Schritte bestehen im Neuaufbau des MDF-Gerüsts für das Hauptinstrumentpanel (MIP) sowie dem Bau der Pedestal Box.
Kontakt
Peter Gabriel
gabriel@gymnasium-hochdahl.de




Teilweise werden zugekaufte Module verwendet, hauptsächlich sollen jedoch Instrumente eigens in Projekten gefertigt werden. Das untere Bild zeigt den im A320 verwendeten Störklappen Hebel (SPOILER).
Bilder oben (von links nach rechts): FCU (Autopilot), Platinen für Korry-Switches, MCDU (Bordcomputer)
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