Am Ende des Schuljahrs 2025/2026 ist noch vor dem Umzug zurück nach Hochdahl das Cockpit-Projekt gestartet. Schülerinnen und Schüler eines Informatikkurses entwickeln in kleinen Teams funktionsfähige Instrumente (z. B. Fahrwerksanzeigen, Klappenhebel) für ein Airbus-A320-Homecockpit. Jedes Instrument wird mit einem Mikrokontroller (Arduino oder Raspberry Pi Pico) und der Software MobiFlight an den Microsoft Flight Simulator 2024 angebunden.
Das Fach Informatik eignet sich für dieses Projekt, da die Schüler:innen in Ihren Teams Software erstellen sollen, die Taster und LEDs testen sollen. So erleben die Schüler:innen Informatik als wichtigen Teil eines Gesamtprodukts. Die Gruppen kooperieren untereinander bei der späteren Integration in das (im Bau befindliche) Cockpitgerüst.

Im Projekt kommen moderne Maker-Werkzeuge zum Einsatz:
- 3D-Druck und CAD-Software für Gehäuse und Bauteile
- geplant: Lasercutter für Grundplatten und Panelcover
- Programmierung und Hardwaretests mit Arduino und Raspberry PICO
- Integration in den MSFS2024 mit Hilfe der Software MobiFlight
- natürlich auch: Testflüge im Simulator
So entsteht Stück für Stück ein vollständiges Homecockpit, das ohne Maus oder Tastatur bedient werden kann. Das Projekt ist Teil unserer schulischen Initiative zur Förderung digitaler Kompetenzen – hands-on, innovativ und zukunftsorientiert.
Wenn eine Gruppe ein Instrument fertiggestellt hat, wird dieses mithilfe der Software MOBIFLIGHT an den Flugsimulator angebunden. Hier werden bestimmte Aktionen für Taster, Drehschalter und LEDs festgelegt.
Wer arbeitet am Cockpit-Projekt?
Mitmachen können verschiedene Lerngruppen:
- im Informatikunterricht (WP II, Jahrgang 9 und 10) mit Schwerpunkt Mikrokontrollerprogrammierung
- in einer geplanten Mikrokontroller- und Cockpit-AG ab dem Schuljahr 2026/27
- im Rahmen von Projektwochen, in denen einfache Instrumente gemeinsam gebaut werden
Neben technischem Wissen lernen die Teilnehmenden auch Projektmethoden wie Kanban-Boards und kurze Stand-up-Meetings kennen. Teamarbeit, Problemlösung und Kreativität stehen dabei im Vordergrund.
Ausstattung und nächste Schritte
Komplexe Instrumente wie Autopilot (FCU), EFIS oder MCDU sind als Fertigmodule vorhanden bzw. geplant. Für die Throttle Unit (Schubhebel) soll ein marktfertiges Bauteil angeschafft werden. Monitore übernehmen die Anzeige von Fluginformationen. Als PC dient aktuell ein leistungsfähiger privater Rechner mit i7-14000 CPU und NVIDIA 4060-Grafikkarte.
Für die Außensicht werden drei Beamer zum Einsatz kommen. Damit diese Beamer ein durchgängiges 180 Grad Bild liefern, haben wir eine Lizenz der Software Immersive Display PRO von fly.elise-ng.net direkt vom Hersteller bekommen.
Für das Flugzeugmodell innerhalb des Flugsimulators konnten wir auch einen Sponsor gewinnen: Wir haben eine Lizenz des Fenix A320 direkt vom Hersteller bekommen.
Ein Cockpit kann man kaum ohne Werkzeug und Baumaterialien bauen. Hier hat uns Bauhaus Reisholz unterstützt.
Einen herzlichen Dank an unsere Sponsoren!
Hast du Lust mitzubauen?
Hast du Lust am Simulator mitzubauen? Das Projekt ist sehr interdisziplinär. Wir brauchen Programmierer, Holzbauer, Elektroniker, Schaltungsentwickler, 3D-Modellierer, Maschinenbediener, Leute mit Löterfahrung oder auch Lötnewbies. Eben Maker! Und Tester ( 🙂 ). Melde dich beim unten stehenden Kontakt.
Kontakt
Peter Gabriel
gabriel@gymnasium-hochdahl.de
UPDATES
UPDATE 2025: Rückschläge und neue Chancen
Leider wurde das im Aufbau befindliche Cockpit beim Schulbrand vollständig zerstört – inklusive Mikrokontrollern, Servos und LEDs. Erhalten blieben lediglich privat gelagerte Teile wie spezielle Schalterplatinen („Korrys“) sowie die Beamer für die Projektion.
Darum suchen wir Sponsoren, die uns beim Wiederaufbau mit Bauteilen, Holzarbeiten oder finanzieller Unterstützung helfen. Die nächsten Schritte bestehen im Neuaufbau des MDF-Gerüsts für das Hauptinstrumentpanel (MIP).
UPDATE: Februar 2026
Bei kleinanzeigen.de war ein faires Angebot für eine Pedestal-Box. Hier mussten wir zuschlagen. So können erste Panels der Schüler:innen bereits eingebaut werden. Das Projekt kann also starten.
(FOTO FOLGT)
UPDATE: Juni 2026
Das erste Projekt zum Cockpitbau neigt sich dem Ende zu: acht Schülergruppen bauen Panels für unser Airbus A320 Cockpit, das nachfolgende Bild zeigt ein Zwischenergebnis des TCAS-Panel für das Antikollisionssystem und den Transpondercode:

Eine Menge Nacharbeiten sind vor dem nächsten Durchlauf nötig. Ein Architekturwechsel vom Arduino hin zum Raspberry Pico 2 ist vermutlich nötig, um ein moderneres Hardwaredesign zu erreichen. Bei den Treiberbausteinen wird es einen Wechsel von High-Side-Treibern zu Senktreibern geben. Hier sind vor allem erstmal Arbeiten an neuen Platinen nötig. Dafür nutzen wir die Entwicklungssoftware KiCad.
Es genügte während des Projekts nicht, vorgefertigte 3D-Druck-Modelldateien für Panels herunterzuladen. In den meisten Fällen musste selbst modelliert werden. Hierzu nutzen wir TinkerCad für einfache Änderungen und Fusion360. Die Nutzung ist für uns als Schule kostenlos.
UPDATE Juli 2026
Erste Panels sind fertig. Im Bild sind auch noch zugekaufte Teile zu sehen (hinten sichtbar: Autopilot und die EFIS Kontrolle).

Impressionen



Teilweise werden zugekaufte Module verwendet, hauptsächlich sollen jedoch Instrumente eigens in Projekten gefertigt werden. Eine MCDU wäre jedoch sehr aufwändig zu bauen.









