Ziel der schulischen Ausbildung und Erziehung ist es, die Schülerinnen und Schüler auf der Basis grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur selbständigen und verantwortlichen Gestaltung ihres Lebens in einer demokratisch verfassten Gesellschaft zu befähigen.
Die individuellen Anlagen, Fähigkeiten und Neigungen der Schülerinnen und Schüler sollen nach Kräften gefördert und entfaltet werden. Die Schule soll dabei helfen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und zu stärken.
Unterricht und Erziehung bilden eine Einheit. Das Gymnasium Hochdahl soll Lern-, Gestaltungs- und Lebensraum zugleich sein. Es soll auch über den Unterricht hinaus sozialer und kultureller Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler sein.
Das demokratische Zusammenleben und die Prozesse von Unterricht und Erziehung verlangen eigenständige Initiativen und gemeinschaftliches Handeln von Eltern, Schülern und Lehrern. Beides soll in allen Bereichen der Schule gefördert werden.
Die Schule ist für Schüler, Eltern und Lehrer Ort der verantwortlichen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Normen und Werten. Diese Auseinandersetzung ist ein kontinuierlicher Prozess der Zusammenarbeit und verlangt von jedem, dem Anderen mit Rücksichtnahme zu begegnen und seine Überzeugungen zu achten und zu respektieren.
Schülerinnen und Schüler tragen Verantwortung für sich und andere. Ihre Bereitschaft zu wecken, diese Verantwortung bewusst übernehmen zu wollen, ist eine grundlegende Aufgabe für Eltern und Lehrer. In diesem Sinn sollen Unterricht und Erziehung die Schülerinnen und Schüler motivieren und befähigen, sich mit Problemen unserer Gesellschaft selbstkritisch auseinander zusetzen, um auch hier – über das Schulleben hinaus – Verantwortung zu übernehmen.
Schüler, Lehrer und Eltern tragen durch gemeinsame Aktivitäten und Projekte zur internationalen Verständigung bei. In diesem Rahmen lernen Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus durch persönliche Erfahrungen und partnerschaftliche Kontakte Lebensformen, Denk- und Verhaltensweisen anderer Völker kennen und verstehen und helfen damit, Vorurteile und falsche Verallgemeinerungen abzubauen.
Diese Arbeit steht bewusst auch im Dienst der europäischen Einigung.
Hochdahl, 2009


