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Pädagogik

Wählt man das Fach Pädagogik, gleich ob als SchülerIn oder als LehrerIn, so ist man in doppelter Weise mit dieser Wissenschaft konfrontiert; Pädagogik ist zugleich Gegenstand wie auch Mittel und Werkzeug des Unterrichts. Diese Besonderheit des Faches Pädagogik veranlasst Schülerinnen und Schüler häufig zu vermehrten und intensiven Reflexionen ihres eigenen Lebens, aber auch des von ihnen erlebten Unterrichts.

Die Fachgruppe Pädagogik greift diese Besonderheit ihres Faches auf und lässt sich durch ihre Schülerinnen und Schüler vorstellen. Sie versteht Ihre Schüler als Experten von Unterricht, die kompetent und kritisch auf drei Jahre Pädagogikunterricht blicken. Abiturientinnen und Abiturienten des Jahres 2010 wurden daher gebeten, ihre Erfahrungen mit diesem Fach und ihre Erkenntnisse, die sie durch die Pädagogik gewonnen haben, in kurzen Statements zusammenzufassen.

Hier nun ihre Erfahrungen und Einschätzungen:

Silja Rokohl, Grundkurs – Pädagogik, Abitur 2010

Erziehung ist eine praktische Tätigkeit. Um Dinge in der Praxis gut und sinnvoll umzusetzen, bedarf es in den meisten Fällen immer auch einer theoretischen Grundlage. Diese in der Schule vermittelt zu bekommen, ist in Zeiten der „Super-Nanny“ und „Generation Doof“ besonders wichtig. Das Fach Pädagogik ist in meinen Augen nicht nur sehr interessant, sondern auch nützlich und eine große Hilfe im Umgang mit Menschen, aber auch in der Auseinandersetzung mit pädagogischen und psychologischen Texten und. Außerdem handelt es sich nicht um ein reines „Lernfach“, denn die Schüler lernen verschiedene Theorien auf die Realität zu beziehen. Für mich ist das Fach Pädagogik von sehr großer Bedeutung. Es ist nicht nur sehr anschaulich, sondern es hilft mir auch mich auf meinen Berufswunsch, Grundschullehrerin, vorzubereiten.

Natalie Marx, Grundkurs – Pädagogik, Abitur 2010

Das Unterrichtsfach Erziehungswissenschaften hat mich bereits interessiert bevor ich in der 11. Klasse war, da ich mich auch in meiner Freizeit gerne mit psychologischen Themen beschäftige. Als ich dann die 11. Klasse erreicht hatte, hat mich das Unterrichtsfach Erziehungswissenschaften etwas enttäuscht, weil die meisten Themen nur oberflächlich besprochen wurden. Glücklicherweise änderte sich das Anspruchsniveau ab der 12. Klasse und die Themen wurden sehr viel detaillierter besprochen und an Beispielen erklärt, sodass sich die Unterrichtsinhalte auch auf den Alltag anwenden ließen (und auch immer noch lassen).

Ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung, das Fach Erziehungswissenschaften gewählt zu haben, da es sehr realitätsnah ist und auch im Umgang mit privaten Problemen weiterhelfen kann; man lernt die Psyche des Menschen besser zu verstehen. Auch hoffe ich, dass das Erlernte mich weiterhin in der Zukunft unterstützt, z.B. im Umgang mit Kindern.

Miriam Herwald, Leistungskurs – Pädagogik, Abitur 2010

Als ich mich dazu entschieden habe das Fach Erziehungswissenschaften zu wählen, war ich der Meinung, dass ich dort eher Realitätsferne Theorien lernen würde.

Jedoch habe ich in den drei Unterrichtsjahren entgegen meiner Erwartungen vieles mitnehmen können, was sich auch im “realen” Leben anwenden lässt und mir manchmal geholfen hat Situationen einzuschätzen und zu verstehen. Daher bin ich mir sicher, dass mir dieses Wissen in meiner Zukunft sowohl bei der Kindererziehung, als auch beim Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen und Arbeitskollegen helfen kann.

Elisabeth Pelka, Leistungskurs – Pädagogik, Abitur 2010

Ich wählte das Fach Pädagogik zunächst aus reiner Neugier. Was hat es wohl damit auf sich? Wird es gut sein? Wird es schwer sein? Interessant oder langweilig? Ziemlich negativ erschien es mir nicht, dennoch schwirrten mir viele Fragen im Kopf umher. Schließlich stellte ich fest, dass es die richtige Entscheidung war. In der 11. Klasse machte mir das Fach schon Spaß und es fiel mir nicht besonders schwer, für dieses Fach zu lernen. Relativ früh war mir klar, dass ich Pädagogik als Leistungskurs wählen wollte. Dann ging es los mit Freud, Erikson, Mead und Hurrelmann, bis hin zu Heitmeyer, der systemischen Therapie und, und, und. Jedes Thema brachte etwas Interessantes für mich, und auch die Ausflüge in die Grundschule und den Kindergarten, um zu sehen wie weit die Kinder mit ihrer Denkentwicklung fortgeschritten waren, machten sehr viel Spaß. So hatte man nämlich die Gelegenheit, das Erlernte auch zu überprüfen. Man konnte es natürlich auch auf einer anderen Art und Weise überprüfen, denn ein anderer Grund für das Interesse war auch, dass man sich selber in einigen Themen wieder erkennen konnte und ebenfalls bestimmte Erfahrungen die man gemacht hatte. Auch vor den Klausuren hatte ich nach einiger Zeit keine Angst mehr, da mir das Fach einfach gefiel und es sich zu meinem Lieblingsfach entwickelte. Für meine Zukunft könnte ich mir vorstellen, dass mein weiterer Lebensweg auch weiterhin mit der Pädagogik zu tun hat, inwieweit wird sich noch entscheiden.

Schulinterner Lehrplan des Fachs Pädagogik am Gymnasium Hochdahl: