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Evangelische Religionslehre

Zielsetzungen/Allgemeines

Schülerinnen und Schüler fragen zunehmend nach Orientierung in ihrem Leben, nach Lebensgestaltung, nach Maßstäben. Religionsunterricht hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schülern bei diesem Nachdenken, Suchen und Sich-Vergewissern zu begleiten (Aus Richtlinien und Lehrpläne NRW für Ev. Religionslehre).

In unserm Unterricht wollen wir demnach Orientierungshilfe geben, aber auch Wissen über Inhalte und Geschichte des Christentums vermitteln und über andere Religionen und Glaubensformen informieren.

„Der Religionsunterricht bezieht sich auf den Lebensvollzug von Religion … Er ist ein Prozess, der stets die Sache und die Beteiligten umschließt“

(Lehrplananpassungen für das Gymnasium, Kernlernpläne Ev. Religion, S. 2).

Voraussetzungen für den an christlichen Werten gebundenen Unterricht

Eine besondere Frömmigkeit oder eine Verbundenheit mit der Kirche wird von den Schülerinnen und Schülern nicht erwartet. Sie sollen lernen, Meinungen zu hinterfragen und selbst Positionen zu beziehen. Dabei bieten wir die christlichen Wertvorstellungen als Orientierungshilfe an. Hier unterscheidet sich der konfessionelle Unterricht vom Ethikunterricht. Selbstverständlich kann und soll dabei der persönliche Glaube nicht bewertet werden, wohl aber die Bereitschaft, sich mit Werten auseinanderzusetzen, sich Wissen anzueignen und im Fach aktiv mitzuarbeiten. Der Unterricht steht allen offen, oft ergeben sich auch gerade im Austausch mit Andersgläubigen interessante und für beide bereichernde Unterrichtsgespräche.

Konzeption des Unterrichts und Übergang Sek I/ Sek II

Der Lehrplan in Evangelischer Religion in der Sek I geht von insgesamt acht Leitlinien (= übergeordnete Themenfelder) aus.

„Die acht Leitlinien bilden das religionspädagogische Grundprinzip (…) und müssen in den einzelnen Jahrgangsstufen in ausgewogener Form behandelt werden“ (ebda).

Jede Leitlinie muss bis zum Ende der Sek I mehrfach anhand eines Beispielthemas konkretisiert werden, jeweils in der Doppeljahrgangsstufe 5/6 sowie in den Jahrgangsstufen 7/8/9). Die Leitlinien werden in der Sekundarstufe II mit sechs Kursthemen (zwei pro Jahrgangsstufe) aufgegriffen und wissenschaftspropädeutisch vertieft.

In der Sek I wie der Sek II sind die Inhalte dabei laut Richtlinien zum Teil freigestellt, zum Teil obligatorisch. Das Fach Evangelische Religion will auf diese Weise sowohl der Wissensvermittlung wie auch den speziellen Schülerbedürfnissen einer jeden Klassen-Stufengruppe gerecht werden. Wie und wo die inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt werden, ist dem Curriculum zu entnehmen.

Schulinterne Lehrpläne für das Fach Evangelische Religionslehre: