Bericht über die Studienfahrt nach Ungarn 2002
Studienfahrt nach Ungarn 2002
“Die ungarischen Schüler standen am Bahnhof in Budapest und winkten dem langsam anrollenden und immer schneller werdenden Zug der deutschen Schülergruppe nach.” Einige schwenkten Taschentücher. Die gesamte Szenerie wirkte bedrückend, trotz der guten Laune der Schüler. Die Vorfreude, bald endlich wieder in Deutschland zu sein, verblasste mit dem Gedanken, die ungarischen Freunde verlassen zu müssen. Das Schicksal war im Begriff, neugeschlossene Freundschaften auseinanderzureißen. Doch um genau dem vorzubeugen, hatten die Schüler schon Tage zuvor E-Mail-Adressen ausgetauscht. Mit diesem letzten Akt ging eine Woche bei unseren ungarischen Austauschschülern zuende, die wohl aufregender, abwechslungsreicher und schöner nicht hätte sein können.
Am Mittwoch, dem 25. September 2002, waren acht Schüler des Geschichts-Leistungskurses von Herrn Schams sowie 10 Schüler des Erdkunde-Leistungskurses von Herrn Behrens aufgebrochen, um ihre im Vorjahr in Deutschland gewesenen ungarischen Austauschschüler in Nyíregyháza, einer Stadt im Nordosten Ungarns, zu besuchen.
Die vier Tage in Nyíregyháza gestalteten sich, nicht nur wegen des herrlichen Wetters, einmalig schön. Neben den vielen kulturellen Unternehmungen (Besichtigung der Stadt Debrecen sowie eines Schlosses in Sarospatak, Weinprobe in der Nähe von Tokaj, Besuch in einem Hirtenmuseum sowie ein Ausflug mit einem Pferdekarren in die Puszta) werden die Abende, die der Erforschung des Nachtlebens in Nyíregyháza dienten, wohl unvergessen bleiben. Die drei Tage, die wir in Budapest verbrachten, waren ebenso phänomenal. Wir waren nicht nur von der Schönheit der Stadt, insbesondere des Parlaments, der legendären Kettenbrücke, des historischen Heldenplatzes und der Stephansbasilika beeindruckt, sondern auch davon überwältigt, mit welcher Freundlichkeit und welchem Engagement, auch gewissem Stolz, uns die ungarischen Schüler ihre Hauptstadt zeigten. Der Versuch der Völkerverständigung, die Motivation und Zielsetzung dieser Studienfahrt, war mit einem unerwartet großen Erfolg geglückt. Wir behalten diese Fahrt in bester Erinnerung und wissen, dass es nicht unser letzter Ausflug nach Ungarn sein wird.
Von Robert Radu; Jgst. 13, LK Geschichte



