Bericht über den Besuch der ungarischen Austauschschüler 2001
Ungarische Gäste an unserer Schule
Während der Studienfahrten- und Wanderwoche vom 24. 09. bis 28.09. 2001 schien einiges langsamer und gemächlicher zu gehen, denn die Klassen der Jahrgangsstufen 7, 9 und 13 waren zu “neuen, aber nicht allzu fernen Ufern” aufgebrochen, um unabhängig vom Elternhaus und dem Schulalltag die Klassen- und Kursgemeinschaft neu zu erfahren oder im Rahmen des Schüleraustausprogramms die Partnerschulen in England bzw. Frankreich zu besuchen.
Besuch erhielten zu dieser Zeit auch 20 Schülerinnen und Schüler der Jgst. 12 von 15 Schülerinnen und 5 Schülern aus Ungarn, die in Nyiregyháza, einer Großstadt östlich von Budapest, das Krudy-Gyula-Gymnasium in der elften Klasse besuchen. Die Verbindung zu dieser Partnerschule wurde 1987 noch vor dem “Fall der Mauer” aufgenommen. Seitdem besuchten regelmäßig Schülerinnen und Schüler der Jgst. 13 während der Studienfahrt im September Nyiregyháza und das Krudy-Gyula-Gymnasium. Ihre Gastgeber hatten sie, wie es dieses Jahr auch der Fall ist, schon durch den ein Jahr zuvor stattgefundenen Besuch der Schülerinnen und Schüler aus Ungarn kennengelernt.
Als die ungarischen Gäste nach zwei Tagen Fahrt mit einem Reisebus fast pünktlich kurz nach 18.00 Uhr das Gymnasium erreichten, wurden sie freudig, aber auch mit gemischten Gefühlen von unseren Schülerinnen und Schülern der LK’s Erdkunde und Geschichte empfangen, denn jede(r) war gespannt auf seinen Gast, den man zwar schon dem Namen nach kannte, aber jetzt erst in Augenschein nehmen konnte. Die Verwirrung, welcher Gast zu welchem deutschen Partner gehörte, lösten Herr Behrens, BT-Lehrer der Jgst. 12 und verantwortlich für Organisation und Durchführung des Programms für die ungarischen Gäste, und die beiden Lehrerinnen Agnes Szabo und Edit Bereczki schnell anhand der in mühevoller Kleinarbeit vorbereiteten Gästeliste.
Diesen Abend und den Sonntag verbrachten die Gäste noch mit den Gastfamilien. Für die kommende Woche war von Montag bis Freitag abend der Tagesablauf durch ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm vorgeplant, das die deutschen Schülerinnen und Schüler sowie ihre Gäste nach Köln, Aachen, zum Braunkohlentagebau Hambach, ins Hohe Venn, aber auch nach Essen zur Museumszeche „Zollverein“ und nach Oberhausen ins CentrO führte. Ergänzt wurde dieser kulturelle und geschichtliche Teil des Programms durch ausgewählte Teilnahme am Unterricht und Projektarbeiten in den Fächern Kunst und Informatik, deren gute Ergebnisse Freitag abend im Rahmen der Abschiedsfeier präsentiert wurden, die die Schülerinnen und Schüler auch durch ein umfangreiches Buffet kulinarisch mitgestalteten.
Die die ungarischen Schülerinnen und Schüler betreuenden Lehrerinnen und die Busfahrer Rudi und Lászlo waren privat bei Herrn Dr. Selle untergebracht, der ihnen sein Haus zur Verfügung gestellt hatte. Wenn die Unternehmungen des Programms auch anstrengend waren, ließen wir es uns nicht nehmen, in wechselnder, geselliger Runde abends unsere Gäste zu verwöhnen und den Tag mit einem guten Essen ausklingen zu lassen.
Am Samstag, den 29. 09. 01, starteten die ungarischen Gäste nach einem herzlichen Abschied von ihren deutschen Partnerinnen und Partner um 8.30 Uhr morgens – eigentlich sollten der Bus schon eine halbe Stunde eher starten, doch der Abschied zog sich länger hin – in Richtung Nyiregyhaza, voller neuer Eindrücke und teilweise noch etwas schläfrig, denn der private Abschied in „Mahnert Mühle“ hatte einigen etwas viel abverlangt.
Bis zum Wiedersehen ist es jetzt ein Jahr Zeit, die hoffentlich genutzt wird, um brieflich oder per Internet die geknüpften Freundschaften zu vertiefen und das Wiedersehen im September 2002 während der Studienfahrt der Jgst. 13, die den Erdkunde-LK mit Herrn Behrens und den Geschichts-LK mit Herrn Schams im Gegenbesuch nach Ungarn und Nyiregyháza führen wird, vorzubereiten.
Walter Schams




