Reisebericht der Klasse 9a von 1996
Reisebericht
1. Tag – Hinflug
2. Tag – Schulbesuch
3. Tag – Fishbourne
4. Tag – London
5. Tag – Schultag
6. Tag + 7. Tag – Familientage
8. Tag – Brighton
9. Tag – Battle und Hastings
10.Tag – Rückflug
1. Tag – Hinflug
Wir trafen uns am Bahnhof Millrath. Alle waren sehr aufgeregt. Um 12 Uhr 30 kam die S-Bahn und wir verabschiedeten uns von unseren Eltern und stiegen mit unseren großen, schweren Taschen ein. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof stiegen wir aus und wechselten die S-Bahn, um zum Flughafen zu gelangen. Um 13 Uhr 20 kamen wir dort an. Wir verließen die S-Bahn und stiegen in einen Bus, der uns zum British Airways Zelt brachte. Wir checkten ein und wurden kurz danach vom Sicherheitspersonal kontrolliert. Nach der Passkontrolle mußten wir 35 Minuten in einer Halle warten bis wir mit dem Bus zum Flugzeug transportiert wurden. Wir betraten das Flugzeug über ein mobiles Gangway, nahmen unsere Plätze ein und mußten noch einige Minuten bis zum Start ausharren. Dann hob die ATR-42 der British Airways Express Skylink Cityflyer endlich ab. Nach einem aufregenden Flug landeten wir am Gatwick Airport. Wir warteten auf unser Gepäck und gingen dann zur Bahnhofsstation, von wo wir mit dem Zug nach Lewes fuhren. Unsere Austauschpartner waren schon da und warteten auf dem Bahnsteig. Wir stiegen aus und wurden unseren Austauschpartnern zugeteilt. Danach fuhren wir alle mit unseren Partnern nach Hause, wo man uns unser Zimmer und die Umgebung zeigte.
2. Tag – Schulbesuch
Diesen Tag verbrachten wir in der Schule. Zuerst wurden wir von Herrn Wakely, dem Rektor, willkommen geheißen. Dann wurden wir durch die Schule geführt und machten ein Quiz. Die Schule, eine comprehensive school etwa vergleichbar mit der deutschen Realschule, besteht aus 5 kleinen und einem Hauptgebäude. Es gibt 42 Klassenräume und 2 Computerräume. Die Schule verfügt über die Jahrgangsstufen 5 bis 11. Wie alle Schüler in Großbritannien müssen auch sie Schuluniform tragen. Diese besteht am RCC aus einem weißen Hemd, grünweißer Krawatte, grünem Pullover, schwarzer oder grauer Hose bzw. grauem Rock. Nach dem Quiz verbrachten wir in mehreren kleinen Gruppen 3 Stunden im Unterricht.
3. Tag – Fischbourne
Wir fuhren nach Fischbourne, eine von den Römern gebaute Stadt. Dort besichtigten wir den römischen Palast. Dann fuhren wir weiter nach Chichester, das ebenfalls von den Römern gegründet wurde. Dort besichtigten wir die Kathedrale, die berühmteste Sehenswürdigkeit in Chichester. Sie wurde 1080 gebaut, 1114 niedergebrannt, 1123 wiederaufgebaut, 1186 wieder niedergebrannt und im 12. und 13.Jahrhundert wiederaufgebaut. Der freistehende Glockenturm ist eine Kopie des Orginals aus dem 18. Jahrhundert, das einstürzte. Es lohnt sich, diese einzigartige Kirche zu besichtigen. Anschließend fuhren wir zurück zum Ringmer Community College.
4. Tag – London
Wir trafen uns um 8 Uhr 30 an der Bahnhofsstation in Lewes. Dann fuhren wir bis zur Victoria Station. Von dort gingen wir zum Buckingham Palace, wo wir Zeit hatten Fotos zu machen. Wir gingen weiter zum Trafalgar Square als wir eine Parade sahen, die wir und viele andere Touristen anschauten. Auf dem Trafalgar Square sahen wir viele Vögel, die darauf warteten von Leuten gefüttert zu werden. Nach dem Besuch des Trafalgar Square gingen wir zum Big Ben, einem der bekanntesten Bauwerke Großbritaniens. Dann machten wir eine Bootsfahrt auf der Themse. Die Fahrt begann an der Westminster Bridge und endete an der berühmten Tower Bridge. Während der Tour sahen wir folgende Sehenswürdigkeiten: Royal Festival Hall, Clepatra`s Needle, Courtauld Institute, St. Paul`s Cathedral, Shakespeare`s Globe, Southwalk Cathedral, The Monument, Hay`s Galleria, Old Bilingsgate Market, das Schiff HMS Belfast und den Tower of London. Nach der Tour gingen einige von uns zu Mc Donald`s, das es natürlich auch in London gibt. Nach der Pause gingen um den Tower herum. Anschließend gingen wir zum St. Paul`s Cathedral. Dann fuhren wir mit dem Bus zum Covent Garden. Dort hatten wir drei Stunden freie Zeit zum Bummeln. Anschließend fuhren wir mit der U-Bahn zurück zur Victoria Station und von dort mit dem Zug zurück nach Lewes.
5. Tag – Schultag
Wir trafen uns auf dem Schulhof des Ringmer Community Colleges. Herr Grimm teilte die deutschen Schüler in zwei Gruppen. In der ersten Stunde die Schüler der ersten Gruppe, die zweite Gruppe backte in der Küche. Dort arbeiteten sie in kleineren Gruppen und immer zusammen mit ihren Austauschpartnern. In der zweiten Stunde wechselten die Gruppen nur ihre Aufgaben. Gebacken wurden typische englische Rezepte , z.B. Scones und gebackene Kartoffeln.
6. + 7. Tag – Familientage
Das Wochenende verbrachten die Deutschen mit ihren Gastfamilien. Viele fuhren nach Lewes und besuchten dort die Altstadt. Viele fuhren auch nach Brighton und gingen dort einkaufen. Danach ging man noch zum Pier, wo es eine kleine Kirmes gab.
8. Tag – Brighton
Heute machten wir zusammen mit unseren Austauschpartnern einen Ausflug nach Brighton. Wir fuhren um 8 Uhr 45 los und nach 1 ½ Stunden kamen wir dort an. Wir verließen den Bus, und alle gingen zum Royal Pavilion. Um 10 Uhr 30 kamen wir dort an, und die Tour begann sofort. Man erzählte uns, daß der Royal Pavilion ein berühmtes Wohnhaus am Meer war, das für König George IV. gebaut wurde. 1787 schuf der Architekt Henry Holland auf dem Gelände eine neo-klassische Villa. Diese wurde später, zwischen 1815 und 1822, von John Nash in ihren heutigen indischen Stil transformiert. Wir gingen umher und besichtigten einige interessante Räume, z.B. die große Küche und den Speisesaal. Danach guckten wir einige Minuten einen Film, besichtigten noch einen Raum, und dann war die Tour zu Ende. Anschließend gingen wir weiter und besuchten die Altstadt, die wegen ihrer antiken Geschäfte weltberühmt ist. Wir machten mit den Lehrern einen Treffpunkt aus, und dann hatten wir 2 Stunden Freizeit. Einige gingen einkaufen, andere gingen zum Palace Pier, auf dem man den Geruch von Pfannkuchen, Hamburgern und Zuckerwatte wahrnehemen konnte. Außerdem gab es dort unter anderem eine Geisterbahn, laute Spielautomaten und eine Rutschbahn. Zur vereinbarten Zeit trafen sich alle am Bus, dann fuhren wir zurück zum Ringmer Community College.
9. Tag – Battle und Hastings
An unserem vorletzten Tag trafen wir Deutschen uns um 9 Uhr an der Schule. Dann kam der Bus, der uns nach Battle und nach Hastings brachte. Diese zwei Orte sind sehr wichtig für die englische Geschichte. 1066, ein Datum, das jedes Kind in Großbritanien kennt, kamen die Normanen in Hastings an und besiegten die Angelsachsen nahe Battle. Die Zeit ging schnell vorbei und wir erreichten die Abtei von Battle. Während Herr Grimm die Tickets für die Besichtigungstour besorgte, endeckten zwei von uns einen kleinen, unauffälligen Laden mit dem Namen “Yesterday`s World”. Es war ein Geschenkartikelladen mit alten englischen Spezialitäten, hauptsächlich Orangenmarmalade. Nachdem Herr Grimm die Tickets hatte, gingen wir zur Abtei, die auf dem Gelände stand, auf dem die grausamste Schlacht Englands, die Schlacht von Hastings, zwischen dem englischen König Harold und William, dem Graf der Normandie, gekämpft wurde. Durch Soundeffekte und Personen der Vergangenheit als Harold besiegt wurde und William Eroberer wurde konnten wir die Schlacht miterleben. Wir kehrten zur Abtei zurück und brachen nach Hastings auf. Der Bus brachte uns zu einem Platz nahe dem Strand. Dort hatten etwas Freizeit. Da Hastings nicht der richtige Ort zum Einkaufen, gingen einige runter zum Strand und legten sich in die Sonne. Dann fuhren wir zum Schloß von Hastings, oder besser gesagt zu den Ruinen. Zuerst betraten wir ein Zelt und man zeigte uns einen Film über die Geschichte von 1066 und die Geschichte des Schloßes. Das Schloß von Hastings wurde von den Normanen kurz nach ihrer Ankunft aus Holz gebaut. Nachdem William Eroberer wurde, wurde das Schloß mit Steinmauern verstärkt. Vom Schloß ist nicht mehr viel übrig, nur noch die Hauptmauern, so war es schwer sich vorzustellen, wie es einmal ausgesehen hatte, aber der Film und einige Informationstafeln halfen uns. Nach dem Schloßbesuch wurden wir zu “Smuggler`s Caves” gefahren, die früher von Schmugglern zum Leben und zum Schmuggeln von Gütern benutzt wurden. In den Höhlen konnten wir bewegliche und unbewegliche Figuren von Schmugglern und Soldaten sehen. Einige von ihnen konnten sogar sprechen. Vom Schloß ist nicht mehr viel übrig, nur noch die Hauptmauern,so war es schwer sich vorzustellen, wie es einmal ausgesehen hatte, aber der Film und einige Informationstafeln halfen uns. Wir verbrachten eine lange Zeit in den Höhlen und kehrten zum Bus zurück nachdem wir uns, ohne etwas zu kaufen, im Geschenkartikel umgesehen hatten. Vor der Schule in Ringmer trafen sich alle mit ihren Austauschpartnern und gingen dann nach Hause. Alles in allem war es ein Tag mit viel Geschichte, Sonne und Schmugglern.
10. Tag – Rückflug
Am letzten Tag unseres zehntägigen Ausflugs trafen wir uns alle um 4 Uhr am Bahnhof Lewes. Um 16.22 Uhr fuhr der Zug ab und wir verabschiedeten uns von unseren Austauschpartnern und stiegen in den Zug ein. Nach einer ca. 30 Minuten Fahrt erreichten wir den Zweitgrößten der drei englischen Flughäfen, den Flughafen London-Gatwick. Direkt checkten wir ein und unsere Koffer wurden gewogen, weil kein Koffer schwerer als 20 kg sein darf. Anschließend wurden unsere Tickets kontrolliert und wir erhielten unsere Bordkarten, die wir zum Einsteigen in das Flugzeug benötigten. Nun hatten wir noch eine Stunde auf dem Flughafen zu unserer eigenen Gestalung. Einige kauften noch die letzten Souveniers, andere gingen zu Mc. Donalds oder andere ruhten sich einfach nur aus. Um 18.15 Uhr trafen wir uns alle am Gate, da um 18.30 bereits das Bording war. Der Flug BA8095 nach Düsseldorf wurde aufgerufen. Wir wurden durch die Kontrollen geschleust, mußten im Gangway eine Treppe hinuntersteigen und stiegen in den Bus ein, der uns direkt bis zum Flugzeug einer ATR-42 brachte. Vor dem Flugzeug mußten wir noch 25 Minuten wegen einem technischem Problem warten, bis wir endlich einsteigen konnten. An Bord der mit 48 Sitzen ausgestatteten Maschine, befanden sich zwei Stewardessen, die sich um die Passagiere kümmerten und sie mit Essen und Trinken bedienten. Während des Fluges spielten einige Karten, andere redeten miteinander und auch manche andere nervten die Stewardessen. Nach 1¼ Stunden, landeten wir sicher am Düsseldorfer Rhein-Ruhr Flughafen. Unsere Familien holten uns am Flughafen ab und wir alle fuhren mit vielen verschiedenen Impressionen nach Hause.



